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Wie die Suche nach einem Partner und einer Partnerin gelingen kann  ...

Eine Liebe gewinnen und bewahren

Was wir über Partnersuche

und Wege

zu liebevollen Beziehungen

wissen können
Die Suche nach einem Liebespartner-Partner oder einer Partnerin ist scheinbar spielend einfach! Ob Tinder, das DatingParadies, ElitePartner oder irgendein anderer Partner-online-Dienst: Sie alle stehen uns zu Diensten. Manche Partnerbörsen versprechen das schnelle, aber oberflächliche Glück: das Date für nur eine Nacht. Andere versprechen das lange Glück, die gelingende und liebevolle Beziehung zwischen zwei Menschen. Ist es wirklich so einfach?

Was sind die Schlüssel, damit eine neue gelingende Beziehung entsteht?



Viele haben schon lange gesucht. Manche hatten Glück. Aber viele sind enttäuscht worden. Manche haben durch ihren Beruf nur begrenzte Möglichkeiten bei der Partnersuche. Manche haben auch zu wenig Selbstvertrauen und Mut, um andere begehrte Menschen anzusprechen. Viele haben die Hoffnung aufgeben, jemals den oder die Richtige(n) für´s Leben zu finden.

Manche wissen auch gar nicht, was wirkliche Liebe ist und lächeln über dieses romantische Wort. Sie setzen Sex mit Liebe gleich. Die Jagd nach dem kurzen Date ist populär. Weil man sich nicht so anstrengen und Rücksicht nehmen muss wie in einer festen Beziehung. Und weil man frei und ohne Verantwortung bleiben kann. So ist es wohl auch bei Phillip.

Phillip ist der Dating-App "Tinder" verfallen. Er braucht immer wieder neue Dating-Partnerinnen und Tinder hilft ihm dabei. An manchen Wochenenden hat er 2 oder 3 Kontakte gleichzeitig. Jedes "Match" ist ein Kick für sein Ego, sein Selbstwertgefühl. Er wählt die Partnerinnen allein nach ihrem Äußern aus. Man glaubt es kaum: In wenigen Monaten hat er mit über 100 Frauen geschlafen! Phillip berauscht sich an den Möglichkeiten, die Tinder bietet. Aber er ist ein Getriebener mit dem Drang nach immer neuen Kicks. (siehe Literaturliste Nr. 1)

Ich stelle mir vor, dass Menschen wie Phillip irgendwann ausgelaugt und erschöpft vom vielen Sex sind. Vermutlich hat dieser Lebensstil mit immer wieder neuen Dating-Partnerinnen ungünstige Folgen für die Seele. „Beziehungsunfähig“  - so könnte die Diagnose dann lauten. Man könnte auch sagen: „liebesunfähig“.
In der Mitte des Lebens, wenn diese Menschen einmal eine Lebensbilanz ziehen, könnten sie erschrocken ihrer Einsamkeit gegenüber stehen. Was hat das Leben für einen Sinn, wenn man es mit niemand teilen kann?
Wie kann man vor einem solchen Schicksal der Einsamkeit bewahrt werden? Wie kann sich aber die Hoffnung und Sehnsucht, mit einem geliebten Menschen das Leben zu teilen, erfüllen und Realität werden? Ein sicher zum Erfolg führendes Rezept kann kein psychologischer Coach geben. Erst recht keine Online-Partnerbörse! Das Leben ist viel zu kompliziert und unberechenbar.
Aber ein paar Tipps und Erfahrungen könnten hilfreich sein.
 

      Erfahrungen und Tipps für die Partnersuche

1. Tipp: Stelle Dir zuerst die Frage nach Deinen Werten!

Wer in Beziehungen schon öfter gescheitert ist, hat vielleicht durch den Leidensdruck die Bereitschaft, einmal über seine grundlegenden Ziele und Werte nachzudenken. Werte sind Prinzipien und Maßstäbe, nach denen wir unser Leben ausrichten. Werte sind wie Magneten, die uns anziehen. Ohne Werte verläuft unser Leben wie ein Schiff ohne Ziel und Navigation. Wenn die Werte nicht stimmen,  kann es so enden, dass wir auch im Bereich der Liebe niemals den Heimathafen der Liebe und Geborgenheit finden. Wenn wir uns bei der  Partnerwahl von Werten leiten lassen bedeutet das: Wir legen mehr oder bewusst verschiedene Maßstäbe an, die uns bei der Partnerwahl leiten. Diese Maßstäbe beziehen sich auf:

1. Attraktivität
2. seelische oder Persönlichkeitseigenschaftenkörperliche (z. B. Humor, Empathie, Emotionalität, Sensibilität, Interessen, Bildung und mehr)
3. soziale Lebenslage (Hat der Partner ein Netz von Freunden? Hat er Kinder aus einer früheren Beziehung und mehr …)
4. Berufssituation und wirtschaftlichen Verhältnisse

Die Schlüsselfrage: Welcher dieser vier Wertbereiche ist uns am wichtigsten? Werden bei der Suche und Wahl eines/einer Partner/in alle vier Wertbereiche berücksichtigt? Jüngere Menschen legen bei der Partnerwahl meist auf körperliche Attraktivität den größten Wert. Erst in späterem Alter entdecken viele - nachdem sie  immer wieder gescheitert sind - dass sie die Persönlichkeit, das Soziale und Wirtschaftliche als Wertbereiche unterschätzt hatten.

Die Überbewertung des Körpers


Da die körperliche Attraktivität bei den meisten Menschen eine große Bedeutung hat stellen sich die online-Partnerbörsen darauf ein. Das Wichtigste ist dort also, ein attraktives sexiges Bild ins Netz zu posten. Aber oft hat ein computerfrisiertes und gestyltes Bild mit der Realität aber wenig zu tun! Die Enttäuschung bei der realen Begegnung ist vorprogrammiert.  Damit es das beste „Match“ gibt, wird auf online-Portalen nach der Haar, - der Augen- und nach der Haarfarbe, der Körpergröße (auch des Penis!) und mehr gefragt. Seelisches und andere Werte spielen oft eine untergeordnete Rolle.

Immer wieder hört man von Menschen, dass sie sich aus diesen online-Portalen enttäuscht wieder abmelden. Warum denn? Weil sie erleben, dass ständig neue Dates aufgrund körperlicher Anziehung doch nicht zum großen Glück führen. Weil die tiefere Sehnsucht nach einem liebevollen Menschen, der mich versteht und auch mit allen meinen Schwächen akzeptiert, nicht erfüllt wird. Weil sie auch seelisch verletzt wurden, wenn ein Partner nach einigen Chats oder nach einem einzigen Date nichts mehr von einem wissen will. War ich nicht attraktiv und schön genug? Das ist danach die quälende Frage! Wir alle wissen, dass es auf dem Internet-Liebesmarkt der Attraktiven doch noch immer körperlich attraktivere Menschen gibt als man es selbst ist.

 

Wie wir es von den Schönen und Berühmten aus der Medienwelt wissen, ist körperliche Attraktivität allerdings längst kein Garant für dauerhaftes Beziehungsglück. Wie viele Menschen, haben es schon bereut, dass sie bei der Wahl ihrer vielen Beziehungspartner zu viel Wert auf Erotik und körperliche Attraktivität gelegt hatten! Am Ende nach immer wieder neuen Beziehungen sind viele in der Einsamkeit gestrandet.

Die Wichtigkeit der Persönlichkeit und seelischer Werte

Auch wenn wir das Äußerliche nicht vernachlässigen können, sollten andere Werte eine größere Bedeutung bei der Wahl des richtigen Liebespartners haben. Welche Werte könnten das sein? Fragen wir doch unsere tiefsten Sehnsüchte! Was wünschen sich die meisten Menschen von der Partnerschaft, welche Werte und Bedürfnisse haben sie?

Jürg Willi, weltweit anerkannter Paartherapeut, sagt: "Es gibt eine Sehnsucht nach Bindung, nach Nähe und Zärtlichkeit, nach stabiler Zweisamkeit. Ehe und Familie gelten wieder als Hort der Geborgenheit" (siehe Literaturliste Nr. 2 !)  Menschen möchten in der Beziehung Sicherheit und Verlässlichkeit erleben. Sie möchten Erotik und andere intime Sehnsüchte ausleben. Sie möchten in ihrem Selbstwertgefühl und ihrer Selbstachtung bestätigt werden. 

Für die Liebespartner scheinen seelische Bedürfnisse noch wichtiger als die sexuellen Bedürfnisse zu sein. Wir brauchen einen Menschen, der unsere Sorgen versteht.
Wir brauchen einen Menschen, der mit unseren Emotionen mitschwingt und uns stimuliert.
Wir brauchen einen Menschen, der an unserem Streben nach Selbstverwirklichung teilhat und uns ermutigt und bestätigt - einen Menschen, der unsere Visionen teilt.
Wir brauchen jemand, der unsere persönlichen Potentiale, unseren Humor, Witz und unsere Begabungen herausfordert, jemand, der unsere Einzigartigkeit versteht. Und jeder Liebespartner möchte dem anderen helfen, seine Schwächen zu überwinden.

Es ist also für das Glück in einer Beziehung gar nicht so entscheidend, wenn die Liebespartner in unterschiedlichem Maße reich sind oder einen unterschiedlichen Bildungsgrad oder in unterschiedlichem Maße attraktiv und schön sind. Wichtiger sind die seelischen Werte, die sich in unseren tiefsten Sehnsüchten ausdrücken.
Und was die Partnerbörsen übersehen, die mit psychologischen Tests arbeiten, um die beste Partnerkonstellation zu erreichen: Sogar wenn ein Mensch ganz anders ist als wir selbst und sogar gravierende persönliche Schwächen hat, können wir uns in ihn verlieben. Vielleicht verlieben wir uns auch gerade deshalb in einen Menschen, weil er auch Schwächen hat und uns an irgendeiner Stelle seines Lebens  braucht. Denn wenn wir von der/dem Partner/in gebraucht werden, erhält die Beziehung einen Sinn, der ein Paar zusammenhält!

Fazit: Körperliche Werte und Maßstäbe spielen bei der Partnersuche  eine zu große Rolle. Wir sollten uns aber auf diese Werte nicht verlassen, wenn wir eine tiefere und beständige Beziehung aufbauen wollen. Seelische Werte, ein ähnlicher kultureller Hintergrund oder gemeinsame Interessen können viel wichtiger sein. Unsere tiefe Sehnsucht, die Einsamkeit zu überwinden und bei einem Menschen eine Heimat zu finden, kann nur erfüllt werden, wenn wir uns bei der Partnerwahl mehr an seelischen Werten orientieren!


Das soziale Netz als bedeutender Wertbereich und die Rolle vergangener Beziehungen


Wenn Du einen Menschen zum ersten Mal triffst, kannst Du fragen, ob er Freunde hat, ob er mit einem sozialen Netz verbunden ist. Denn ich gehe davon aus, dass Du Dir eine/n beziehungsfähige/n Partner/in wünscht und keinen Einzelgänger. Wer möchte schon das Leben mit einem Einzelgänger verbringen, der selbst keine Freunde hat? – Oft aber gibt es aus der Vergangenheit noch andere Beziehungen. Frage Dich, ob Dein möglicher neuer Partner wirklich frei für Dich ist! Vielleicht hat er sich erst vor kurzem von jemand anders getrennt. Ist diese Beziehung wirklich beendet? Oder gibt es alte Verwicklungen und besteht in Wirklichkeit noch eine unbewusste tiefere Bindung an den/die Verflossene/n?

Vielleicht hatte Dein Partner vor Dir schon viele Beziehungen. Warum ist er so oft gescheitert? Ist er wirklich ein beziehungsfähiger und zuverlässiger Mensch?

Geld, Beruf und wirtschaftliche Werte

In früheren Zeiten und Jahrhunderten waren Reichtum und gesellschaftlicher Status die wichtigsten Werte und Maßstäbe, die über das Zustandekommen einer Beziehung entschieden. Romantische Liebe war nicht das Entscheidende - anders als heute. Geld und Beruf sollten in der heutigen Zeit als Maßstäbe bei der Partnerwahl auch in den Hintergrund rücken.

Aber: Wenn ein Mensch beruflich immer wieder gescheitert ist, nicht mit Geld umgehen kann, kann man weitere Fragen stellen: Hat er vielleicht verdeckte persönliche Defizite: z. B. Neigung zu Streit und Aggressivität, Narzissmus, psychische Erkrankung, Suchtverhalten und mehr … ? Diese Neigungen begünstigen nicht nur das Scheitern in der Arbeitswelt, sondern auch in den privaten Beziehungen. Auch wenn es altmodisch klingt: Wenn Du einen Liebespartner für´s Leben suchst, beachte auch die beruflichen Aspekte und frage Dich, ob er/sie sich auch im Beruf bewährt!

2. Tipp: Verlass Dich nicht allein auf das Internet, sondern suche viele unterschiedliche Situationen und Kontakte im realen Leben!

Online-Partnerbörsen und Partner-Apps können auch Probleme bereiten. Das sieht man am Benching.

Vorsicht vor Benching!

Ein Bencher hält zu verschiedenen Menschen gleichzeitig Kontakte. Das „Benching“ das Warmhalten der Kontakte auf der Reservebank der Kontaktliste, kann seelische Schäden anrichten. Der Bencher lässt seine verschiedenen gleichzeitigen Kontakte zappeln. Irgendwann lässt er die eine oder den anderen abblitzen. Er meldet sich nicht mehr, wenn es ernst wird oder er neue attraktivere Kontakte gefunden hat. "Die Opfer werden angefixt, machen sich Hoffnungen und werden dann im Regen stehen gelassen. Ich habe oft mit Menschen zu tun, die sich im Laufe der Zeit immer tiefer in ihren Bencher verlieben", so die Erfahrung des Coach E. Albert im Interview mit der NOZ. (mehr hierzu siehe Literaturliste Nr. 7 !) Der Bencher braucht seine verschiedenen Kontakte für sein Ego und sein Selbstwertgefühl. Er nimmt in Kauf, dass weibliche wie männliche Kontakte von ihm abhängig und seelisch verletzt werden können.

Auch die bekannte Forscherin im Bereich der Liebe, Eva Illouz, äußert sich pessimistisch über das Internet, wenn es um die Partnersuche geht: „Außerdem finde ich, dass die vielen Informationen, die wir beim Online-Dating über jemanden erhalten, bei einem späteren Treffen fürs Verlieben eher hinderlich sind. Zu viel Information kann zu Apathie führen.“
(siehe Literaturliste Nr. 3!)

Was meint sie damit? Die vielen Vorinformationen vor einem ersten persönlichen Treffen nehmen uns die Spontaneität, das Unbekümmerte, das Unvoreingenommene, das Geheimnisvolle eines Menschen weg. So fällt es uns schwer uns zu verlieben. Viele Vorinformationen von einem Partner verhindern das anfänglich Schwärmerische und das Idealisieren gegenüber einem zunächst noch unbekannten Menschen – dass sind aber bedeutende seelische Prozesse am Anfang einer Liebesbeziehung.

Im Hintergrund gibt es oft auch das hemmende Gefühl, man selbst oder der andere könnte vielleicht zukünftig durch das Internet einen noch besseren Partner finden. Denn der Partner-Markt ist riesig groß. Was geht verloren? Das Gefühl, beim ersten Zusammentreffen einem ganz einzigartigen und einmaligen Menschen zu begegnen, kann verloren gehen. Auch geht das Gefühl verloren, selbst ein einzigartiger, einmaliger liebenswerter Mensch zu sein, den man nicht austauschen kann.

Wer über eine online-Kontaktbörse zu einem Date geht, hat meist noch andere Kontakte „in Reserve“. Gibt es dadurch nicht schon beim ersten Date ein Misstrauen? Wie kann man sich so verlieben?

Wenn Du auf einer Insel oder einem Dorf wohnst mit wenig Kontaktmöglichkeiten, ist das Internet eine wunderbare Sache. Die meisten von uns brauchen aber das Internet eigentlich nicht. Wenn ich selbst eine Partnerin suchen würde, welche Wege würde ich gehen? Als ich vor langer Zeit meine Frau kennenlernte, mit der ich immer noch zusammen lebe, gab es noch gar kein Internet. Ich lernte sie in einem Jugendclub kennen. Lange Zeit traute ich mich nicht, sie einmal anzureden und einzuladen. Ich befürchtete, zurückgewiesen und öffentlich blamiert zu werden. Ich wartete. Aber das gab mir Zeit, sie in ihrem sozialen Verhalten und ihrer Persönlichkeit zu beobachten und sie sehr gut kennen zu lernen. Irgendwann kam die Gewissheit: Sie passt wirklich zu mir. Und weil ich immer an sie denken musste, nahm ich mir eines Tages allen Mut zusammen, um sie auf eine Beziehung anzusprechen.

Es gibt viele Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen

In sozialen Gruppen, im Verein, im Club, auf dem Campus der Hochschule, in der Berufsschule oder in einem Sprachkurs in der Volkshochschule, einer Konzertveranstaltung, auch auf einer Reise bieten sich günstige Gelegenheiten, neue Freunde und vielleicht den/die Partner/in für´s Leben kennenzulernen. Natürlich bieten sich der Besuch einer Kneipe oder eines Festivals an. Auch am Arbeitsplatz kann man seine/seinen Traumpartner/in finden. Es ist aber eine heikle Sache und für viele peinlich, wenn man zurückgewiesen wird oder die Beziehung nicht mehr läuft. Denn man muss ja weiter zusammen arbeiten und das Arbeitsklima kann durch eine gescheiterte Beziehung belastet werden.


Wo liegt das Problem? Warum zögern wir, in der Life-Situation Kontakt aufzunehmen zu einem Menschen auf, der uns gefällt?

Vermutlich haben nur wenige so viel Selbstbewusstsein, um einen anderen Menschen, der attraktiv ist, spontan anzusprechen. Die meisten sind scheu und warten auf eine gute Gelegenheit, in der das Risiko, einen Fehler zu machen und blamiert zu werden, möglichst gering ist. Manche lassen sich auch gute Gelegenheiten entgehen und überlassen anderen das Glück. Auf diese Weise lassen sie die Chancen vorüberziehen.

Wie auch immer -
die Kontaktaufnahme über die Augen ist der erste Schritt. Die Augenreaktion des/der anderen verrät, ob wir Erfolg haben könnten. Die Augensprache zu beherrschen, ist aber eine Kunst! Die Bedeutung der Augenreaktion ist auch bei verschiedenen Menschen und Kulturen anders. Stelle Dir vor, Du als Mann wirst von einer noch fremden attraktiven Frau angeschaut. Du erwiderst ihren Blick. Nun aber sieht sie in ihre Handtasche oder in eine andere Richtung. Du bist enttäuscht. Hat die Frau kein Interesse? Sie könnte durchaus Interesse haben, kann aber aus verschiedenen Gründen einen zweiten Blick vermeiden. Gibst Du jetzt auf? Nun kommt es auf ein entscheidendes Gefühl an, ein Schlüsselgefühl für den Erfolg der Kontaktanbahnung und Partnersuche: Das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl!

3. Die Bedeutung des Selbstwertgefühls und Selbstvertrauens

Ein erstes Date und eine erste persönliche Begegnung (offline!) fordern immer unser Selbstwertgefühl und unser Selbstvertrauen heraus. Wenn es nicht nur um ein unverbindliches kurzes Spiel geht, wenn es wirklich wichtig ist, stellen sich vor der ersten realen Begegnung bange, vielleicht sogar ängstliche Gefühle und Gedanken ein: „Bin ich der/dem anderen gewachsen?“ „Findet sie/er mich attraktiv genug?“ „Vielleicht entdeckt sie/er Fehler bei mir?“ „Finde ich die richtigen Worte?“ „Habe ich genug zu bieten?“ – Es können unangenehme Erinnerungen an vergangene Erfahrungen und Zurückweisungen auftauchen. Können wir solche Erinnerungen abschütteln, um uns frei und spontan auf die neue Begegnung einzulassen? Solche zweifelnden Gefühle könnte der /die andere bemerken! Die meisten wissen es, dass solche Selbstzweifel die persönliche Attraktivität, Ausstrahlung und Erfolgschance nicht erhöhen. Es ist wie beim Theater oder beim musikalischen Vorspiel: Unsicherheit führt zur Verkrampfung und beeinträchtigt das Spiel. Der Schlüssel des Erfolgs bei der Partnersuche hängt also eng mit dem Selbstwertgefühl zusammen. Und mit der Fähigkeit, unangenehme, zweifelnde, hemmende Gedanken und Gefühle zu bewältigen.

Auf anderen Webseiten dieser Homepage, in denen es um das Selbstwertgefühl geht, gehe ich mehr darauf ein, wie wir mit Unsicherheit und hemmenden Gefühlen und Gedanken besser umgehen können.


Lies mehr von mir über das Selbstwertgefühl !

Literatur zur Vertiefung:

1. Michael Nast, "Generation Beziehungsunfähig", S. 35 ff.
2. Jürg Willi, Psychologie der Liebe. Persönliche Entwicklung durch Partnerbeziehungen 

3. "Der Liebesbegriff wird neu definiert". Interview mit Eva Illouz in: Psychologie heute, August 2007, S. 38, 39
4. Josef Christian Aigner, Vorsicht Sexualität! Sexualität in Psychotherapie, Beratung und Pädagogik - eine integrative Perspektive
5. "Die Sehnsuchenden". In: Der Spiegel, Nr. 43/22.10. 2016
6. "Tinder und die Liebe. So verändert die Dating-App Sex und Partnerschaft." In: Focus Nr. 27/2016
7. "Warmhalten und weitersuchen". Neuer Dating-Trend "Benching. In: Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) 15,7. 2016, S. 24


 
 
© Jürgen Bendszus, Dipl.-Pädagoge, berechtigt zur Psychotherapie (HPG) 2016

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