Sehnsüchte verstehen - bewältigen
 

Sehnsucht als Selbstheilungs-Kraft

 

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Wie Leben gelingen kann:    Sehnsüchte verwirklichen   -     unerfüllte Träume bewältigen   -   Sinn im Leben neu entdecken

Wenn Sehnsüchte und Lebensträume unerfüllt sind

Jürgen Bendszus, Dipl.-Pädagoge, berechtigt zur Psychotherapie (HPG)

Neu als Taschenbuch !

Auf diesen  Seiten geht es darum, unsere Sehnsüchte und uns selbst besser zu verstehen. Es ist nur ein kleiner Einstieg in das Thema.

Viel mehr erfährt man in dem Taschenbuch

 "Von Sehnsüchten, Ängsten und Wegen zum Sinn."

Sehnsucht ist die seelische Kraft, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft gibt.

Unsere  Sehnsüchte sollten uns zum Glück und zur Erfüllung unseres Lebens führen. – Wie aber können wir mit Sehnsüchten umgehen, die nicht erfüllt werden oder unglücklich machen? Zum Beispiel mit Liebeskummer?

Beispiele für unerfüllte Sehnsüchte:

Vielleicht können Sie diese Erlebnissen nachempfinden:

1. In einem Beratungsgespräch erzählte mir eine junge Frau, eine Migrantin, wie sehr sie sich nach ihrer Familie und Heimat sehnte. Sie war wegen der besseren Lebensmöglichkeiten von einem asiatischen Land nach Deutschland gekommen. Ihren Lebenstraum, zu lernen und einen höheren Berufsabschluss zu erreichen, konnte sie sich hier erfüllen. Aber die Sehnsucht nach ihrer Familie musste für Jahre unerfüllt bleiben zerriss sie in der Tiefe ihrer Seele. Sie fühlte sich einsam.

2. Ich arbeitete in einem Wohnheim für epileptische Patienten und lernte hier einen hochbegabten Musiker und Geiger kennen. Sein Musikstudium musste er wegen seiner epileptischen Anfälle abbrechen. Alle Lebensträume zerbrachen. In diesem Wohnheim hatte kaum einer Verständnis für seine musikalische Leidenschaft. Der Mann litt unter der unerfüllbaren Sehnsucht, ein Berufsmusiker zu werden.

3. Viele, die eine psychologische Beratung oder Psychotherapie brauchen, kommen wegen unglücklicher Erfahrungen in der Partnerschaft und Ehe. Viele sind durch Fremdgehen des Partners oder der Partnerin betrogen worden. Sie sind wütend und verzweifelt. Ihr tiefster Wunsch: Es solle alles wieder wie in der Vergangenheit werden. Sie sehnen sich nach der ursprünglichen Unbeschwertheit und Harmonie ihrer Beziehung. Sie sehnen sich nach Heilung ihrer zerbrochenen Beziehung. Dennoch gibt es in vielen Fällen keinen Weg zurück, auch nicht durch Beratung und Therapie.  

4. Dann gibt es Menschen, die sind attraktiv und begabt. Es sieht so aus, als habe das Leben sie mit allem Glück dieser Welt beschenkt: Sie haben eine Partnerin oder einen Partner, der sie liebt. Sie verdienen gut in ihrem Beruf, sie haben vielleicht auch Kinder, sie sind gesund und mehr … Und doch können auch solche Menschen an einer unerklärlichen Sehnsucht leiden, die sie aus der Gegenwart zieht. Manchmal wirken diese Menschen innerlich abwesend, verträumt, unzufrieden oder gereizt und unruhig. Warum erleben sie Sehnsucht, wenn sie doch alles im Leben haben? Was fehlt ihnen?

 

Wie können wir diese Erfahrungen von unerfüllten Sehnsüchten besser verstehen?

Es gibt 2 „Typen“ oder Formen unerfüllter Sehnsüchte:

A) Unerfüllbare Sehnsüchte aufgrund von biosozialen Veränderungen, Schicksalsschlägen oder ungünstigen Lebensumständen

B) Unerfüllbare Sehnsüchte  als Illusionen, Traumwelten, unrealistische Erwartungen und neurotische Persönlichkeitszüge

Sehnsüchte vom Typ A

Sehnsüchte vom Typ A kennen alle Menschen.  Zu ihnen gehören die von Nr. 1 bis Nr. 3 (siehe oben!) beschriebenen Beispiele und auch die folgenden Erfahrungen. Von Trennungserfahrungen oder gar dem Verlust geliebter Angehöriger und Freunde bleiben wir nicht verschont.

Eltern trauern oft, wenn die Kinder, erwachsen geworden, aus dem Haus gegangen sind, in einer anderen Stadt und vielleicht mit ihrer eigenen Familie leben. Eltern können sich dann nach der Nähe der geliebten Kinder sehnen. Manchmal sehnen sie sich nach der Vergangenheit zurück, als die Kinder noch klein waren und immer in ihrer Nähe waren. Diese Sehnsucht muss unerfüllt bleiben, die Vergangenheit kommt nicht zurück. Die Eltern können sich aber freuen, wenn die erwachsenen Kinder glücklich sind. -




© Jürgen Bendszus

Die endgültige Trennung von einem geliebten Menschen, der gestorben ist, erfüllt uns mit großer Trauer und der Sehnsucht nach der Nähe des Angehörigen, des Freundes und der Freundin. So wie es einmal war, wird es nie mehr werden.

Auch Sehnsüchte nach der alten Beziehung, die getrennt und geschieden lebende Menschen spüren, können meist nicht erfüllt werden. Vollzogene Entscheidungen und eine veränderte Lebenssituation, vielleicht die Geburt eines Kindes und Neuheirat des Ex-Partners und der Ex-Partnerin verhindern, dass sich die Sehnsucht nach der alten Beziehung jemals erfüllen kann. Auch die Entfremdung voneinander kann nur schwer rückgängig gemacht werden.

Sehnsüchte vom Typ A erleben wir auch, wenn wir das Älterwerden spüren: wenn wir nicht mehr so leistungsfähig und belastbar sind wie in der Jugendzeit, nicht mehr so schnell Freunde finden wie in der Jugendzeit, wenn wir unsere äußere Attraktivität verlieren. Insgeheim können die Älteren die Jugendlichen wegen ihrer vielen Lebensmöglichkeiten und unbefangenen Frische beneiden und sich in die Zeit der Jugend zurücksehnen. Aber auch diese Sehnsucht muss unerfüllt bleiben.

Alle diese Sehnsüchte - und Sie werden viele andere verwandte eigene Sehnsüchte kennen – sind normale Sehnsüchte, sie gehören zum Leben. Diese Sehnsüchte sind mit oft mit Leid und Traurigkeit verbunden, es sind dennoch gesunde Sehnsüchte, die zu unserem Menschsein gehören.

 

Diese Sehnsüchte fordern uns zu persönlicher Weiterentwicklung heraus,

darin liegt ihr Wert und Sinn.

Was wäre, wenn wir Menschen Verlust, Trauer und Sehnsucht gar nicht erleben könnten? Unsere Leben hätte keine emotionale und geistige Tiefe, wir wären wie herzlose Maschinen, wir würden auch die lieben und kostbaren Angehörigen und Freunde, die wir verloren haben, zu schnell vergessen. Vergessen und verloren wären all der Sinn und das Glück, das wir privat oder im Beruf jemals erlebt haben. Aber durch die Sehnsucht und Trauer können die vielen guten Erfahrungen mit geliebten Menschen in unserer Seele eine Zeit lang nachschwingen, damit sie durch die nachschwingenden Erinnerungen in der inneren Tiefe unserer Persönlichkeit und Existenz unverlierbar verwurzelt werden. Diese Erfahrungen gehen somit niemals verloren, niemand kann uns diese Schätze nehmen. Dennoch müssen wir lernen, die Sehnsucht, alles möge wieder so wie früher sein, langsam loszulassen. Damit wir wieder frei für die Gegenwart werden und  nach neuen Glücksmöglichkeiten und einem neuen Sinn des Lebens in der Zukunft suchen! Das kann viel Kraft kosten und ist eine große Herausforderung. Ihren Platz in unserem Herzen werden die glücklichen und sinnvollen Erfahrungen und die geliebten Menschen, von denen wir getrennt sind, immer behalten und sie bleiben unverlierbarer, kostbarer Teil unseres Lebens – vielleicht bis in alle Ewigkeit.

Erfüllte Sehnsüchte lösen sich im Glück der Gegenwart auf. Unerfüllbare Sehnsüchte verwandeln sich ebenso. Wenn wir die Trauer über unseren unerfüllbaren Wünsche zulassen, können wir die Bilder der unerfüllten Sehnsüchte in einer Kammer des Herzen verschließen und frei für neue Sehnsüchte und Lebenschancen werden. Wir müssen dem Leben - ich möchte lieber sagen: unserem Schöpfer-Gott  - in Demut begegnen und hinnehmen, dass wir immer wieder Abschied nehmen und auf Sehnsüchte verzichten müssen. Damit das vergangene Erlebte und die Menschen, die wir lieben, tief in unserer unbewussten Erinnerung und Existenz unsterblich verwurzelt werden und wir dennoch frei für neues Glück in der Zukunft werden. Wir müssen unsere kindlichen, magischen  Allmachts-Phantasien erkennen und aufgeben, wir müssen einsehen, dass wir nicht über die Gesetze des Lebens und Schicksals entscheiden. Das, was wir ändern können, sollen wir ändern. Was wir nicht ändern können, müssen wir akzeptieren. An den Verlusten können wir zu starken Persönlichkeiten reifen und zu Diamanten geschliffen werden, die nach bewältigtem Leid an menschlicher Ausstrahlung, Herzenswärme und Würde gewonnen haben. Wir können dadurch immer mehr das Oberflächliche und Wertlose im Leben erkennen, wir können zu sensiblen, mitfühlenden Menschen werden, die nach tieferen Werten und dem tieferen Sinn des Lebens suchen.

Unerfüllte Sehnsüchte fordern uns heraus und führen häufig zu ganz neuen Sinn-Erfahrungen. Ein Beispiel: Menschen, die durch eine Krankheit aus dem Berufsleben geworfen wurden, schließen sich häufig in Selbsthilfegruppen zusammen, entwickeln ein hohes Maß an Solidarität und Mitgefühl und sind ein Segen für Menschen, denen ähnliches wiederfahren ist. Ich habe in meinem Berufsleben Alkohol- und Medikamentenabhängige kennengelernt, die alles verloren hatten: Familie, Beruf und Gesundheit. Die Sehnsucht, das alles wieder zu erlangen, konnte sich nicht erfüllen. Aber diese ehemals Abhängigen konnten – nachdem sie therapiert und „trocken“ waren - in der engagierten Mitarbeit in einer Selbsthilfegruppe für andere Abhängige zu einem großen Segen werden. Unerfüllbare Sehnsüchte, das Verlorene wiederzuerlangen, hatten sie herausgefordert, nach neuem Sinn im Leben zu suchen. Diesen Sinn fanden sie zum Beispiel in der Öffentlichkeitsarbeit gegen Drogen, um andere Menschen vor Leid zu bewahren. Manche der ehemals Süchtigen waren durch ihr Leid und ihre Rettung offen für die spirituelle Dimension geworden, sie fanden – so habe ich sie erlebt – im Glauben an Gott einen neuen starken Lebenssinn.

Sehnsüchte vom Typ B

Romantiker – Menschen die lebenslang an unerfüllter Sehnsucht leiden

Es gibt Menschen, die von einer Sehnsucht besetzt sind, die sie aus dem wirklichen Leben zieht. (Beispiel 4 oben) Sie stehen im Bann einer bestimmten Sehnsucht als Gefangene und sind nicht frei, die Glücksmöglichkeiten der Gegenwart zu genießen. Sie finden keinen Lebenssinn in der Gegenwart, obwohl sie alles Glück zu besitzen scheinen. Diese Menschen sehnen sich zurück in die Vergangenheit oder sehnen sich in die Zukunft und spüren, dass ihre Sehnsuchtsbilder doch nie Wirklichkeit werden können. Solche Sehnsucht kann die ganze Persönlichkeit prägen. In einer populären Persönlichkeitslehre, dem Enneagramm, werden diese Menschen dem „Typ 4“ d. h. dem Romantiker zugeordnet.

Diese Romantiker haben immer das Gefühl, dass ihnen im Leben etwas fehlt. Sie werden vom Entfernten und Unerreichbaren angezogen. Sie können sich in Menschen verlieben, die schwer zu gewinnen sind, vernachlässigen aber ihre Beziehungen in der Gegenwart und lassen intensive Nähe zu wenig zu. Sie sind durch einen unsichtbaren Vorhang von den Menschen, die sie umgeben, getrennt. Es kann sein, dass selbst ihr Liebespartner sie in ihrem Persönlichkeitskern nicht wirklich berührt. Auch zwischen Liebespaaren, die jahrelang zusammen sind, kann ein Gefühl der Fremdheit bleiben. Die Romantiker brauchen immer wieder Zeiten des Alleinseins, um sich ihrer bitter-süßen Melancholie hinzugeben. Im tiefsten Inneren der Psyche haben sie das Grundgefühl: „Einst bin ich geliebt worden, aber ich habe die Liebe verloren. Wo ist die Liebe hin?“ (1.)

Der Ursprung unerfüllbarer Sehnsüchte liegt in der frühen Kindheit

Manchmal suchen diese Romantiker aufgrund von Depressionen psychotherapeutische Hilfe. Dann können sie verstehen, dass die Ursprünge ihrer unerfüllbaren und krank machenden (neurotischen) Sehnsucht in der Kindheit liegen. Welche Erfahrungen könnten sie gemacht haben?

Menschen die dauerhaft unter unerfüllbaren Sehnsüchten leiden, berichten …

… dass sie sich als Kinder häufig hilflos und verlassen fühlen

… dass sie wenig Liebe und Geborgenheit bei den Eltern spürten

… von Vernachlässigung, Gewalt, Erniedrigung  und  sexueller Ausbeutung

… von Überforderung durch ehrgeizige Eltern und frühe hohe Leistungsanforderungen

… von Entwurzelung und Heimatlosigkeit durch Umzug und Migration

… vom frühen Verlust eines geliebten Menschen, z. B. eines Geschwisters, oder eines  Haustiers

Der Arzt und Psychotherapeut Victor Chu hat solche Erfahrungen beschrieben und sagt, dass kleine Kinder Verluste oder Vernachlässigung und Lieblosigkeit schlecht oder gar nicht verarbeiten können. (2.) Insbesondere, wenn niemand da ist, der sie tröstet und ihnen Nähe schenkt, wenn sie unglücklich sind. Wie bewältigen Kinder solche traumatischen Leiderfahrungen? Häufig, indem sie in die Welt der Phantasie und Sehnsucht flüchten. So kann die harte, rauhe Wirklichkeit abgespalten werden und Zuflucht in Phantasien von einer liebevolleren, wärmeren und heileren Welt gefunden werden. So entsteht der Traum von der Nähe zu einem Menschen, der einen nie enttäuschen wird, der stark ist und einem in der Not beisteht. Vielleicht hat zum Beispiel ein Mädchen seinen Vater früh durch Scheidung der Eltern oder einen Unfall verloren. Kleine Kinder können schlecht trauern. Dieses Mädchen kann sich das Bild ihres Vaters im Unbewussten und in ihren Träumen als Sehnsucht nach dem Vater weiter bewahren. Wenn sie eine Jugendliche geworden ist, kann sie sich nach Freunden sehnen, die dem Bild ihres Vaters ähnlich sind. Sie wird aber immer wieder spüren, dass der Vater durch niemand anders zu ersetzen ist. Diese Enttäuschung kann immer wieder zu Trennungen von Beziehungen führen und sie wird immer wieder von der unerfüllbaren Sehnsucht getrieben, einen Menschen zu suchen, der ihrem Vater gleicht. Da solche Vorgänge unbewusst ablaufen, verstehen viele Menschen den Ursprung und Sinn ihrer Sehnsucht erst mit therapeutischer Hilfe, vielleicht auch in langen Gesprächen mit einem guten Freund oder einer guten Freundin.

Auch andere traumatische Erfahrungen in der Kindheit, die mit Gefühlen großer Hilflosigkeit verbunden sind, können zu fixierten, zwanghaften, unveränderbaren Sehnsuchtsbildern führen, die eine kompensierende, das seelische Gleichgewicht stärkende Bedeutung haben. Ein Mensch kann zum Beispiel mit großer Leidenschaft das Ziel verfolgen, Ärztin oder Arzt zu werden – obwohl die schulischen Voraussetzungen nicht vorhanden und niemals zu erreichen sind. Die Aussichtslosigkeit dieses Berufsziels führt dennoch niemals zum Loslassen dieses Zieles. Warum? Es kann sein, dass solche Menschen in der Kindheit mit chronisch kranken Angehörigen aufwuchsen. Das könnte eine chronisch kranke depressive Mutter gewesen sein, die sich immer wieder in die Abhängigkeit der Ärzte begeben musste. Ärzte werden von Patienten und Angehörigen als mächtig erlebt, man fühlt  ihnen ausgeliefert. Das kann zu tief kränkenden und das Selbstwertgefühl verletzenden Gefühlen führen. Das Gleichgewicht kann hergestellt werden, wenn sich das Kind in der Phantasie ausmalt, dass es eines Tages selbst eine Ärztin oder ein Arzt und genauso wissend und mächtig sein wird wie die Ärzte, die seine Mutter behandelt haben. Solange die kränkenden Erfahrungen der Kindheit nicht verarbeitet sind, kann dann die unbewusste Sehnsucht nach dem unerreichbaren Arztberuf unbewusst das Lebensgefühl prägen und zu dauerhafter Unzufriedenheit führen.

Wie kann man frei werden von unerfüllbaren, aus dem Leben ziehenden Sehnsüchten? 

Indem die Ursprünge dieser Sehnsüchte in traumatischen Erfahrungen und Verlusten in der Kindheit erkannt werden. Romantiker, die an ihrer Sehnsucht leiden, brauchen eine Zeit lang einen Menschen, mit dem sie in vertrauensvoller Beziehung ihre Lebensgeschichte aufarbeiten können. Letztlich muss es dahin zu kommen, die schmerzhaften Erfahrungen noch einmal in der Erinnerung nachzuerleben, um sie dann zu betrauern und sie schließlich Schritt für Schritt loszulassen. Hierzu braucht die Seele viel Zeit und Ruhe. Es kann auch nichts beschleunigt oder erzwungen werden. Manchmal kann es erforderlich sein, wenn der Leidensdruck zu groß ist, psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es ist eine tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie zu empfehlen, in der traumatische Erfahrungen der Kindheit oder Jugendzeit aufgearbeitet werden. - Manchmal erhalten die an ihrer Sehnsucht Leidenden vom Leben ein Geschenk, das sie frei macht. Dieses kann zum Beispiel ein liebevoller Partner oder eine liebevolle Partnerin und auch die Geburt des eigenen Kindes sein. Die liebevolle Nähe und Zärtlichkeit der Partner zueinander und der Eltern zu dem heranwachsenden Kind vermag zu tiefen Erfahrungen von Geborgenheit, Verlässlichkeit und Sinn führen. Das Vertrauen zum Leben kann wiedergefunden werden. Das sind heilende Erfahrungen, die zur Versöhnung mit der Vergangenheit führen und alle Sehnsüchte im Glück der Gegenwart auflösen.

Erfahre mehr in dem Taschenbuch:

 "Von Sehnsüchten, Ängsten und Wegen zum Sinn. Einführung in die sinnorientierte Psychologie"

Weitere Literaturangaben und Empfehlungen zur Lektüre:

(1.) Helen Palmer, Das Enneagramm, München 1991, S. 218

(2.) Victor Chu, Casablanca oder wohin die Sehnsucht dich trägt, München 1997, S. 35 ff.

© Jürgen Bendszus 2016

 

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